19

September

Aktuelle Meldung: Abgesagt.

Die vom TNT geplante Veranstaltung Nearly close enough to kiss No.2, die vom 10. – 27. März in der ehemaligen Videothek in der Elisabethstraße stattfinden sollte, ist untersagt worden und muss deshalb abgesagt werden.
Wenn wir ein Möbelhaus wären, dürfte man bei uns anrufen, einen persönlichen Termin vereinbaren und sich mit einem*r Berater*in im Möbelhaus treffen. Leider sind wir ein Theater, deshalb ist es verboten, dass sich ein*e einzelne*r Besucher*in bei einem persönlichen Termin für 15 Minuten mit einem*r einzelnen Künstler*in trifft.
Das Regierungspräsidium Gießen sieht entgegen unserer Hoffnungen keine Möglichkeit, unser Projekt zu erlauben, obwohl das Gesundheitsamt keine Infektionsgefahr sieht.
Unser Projekt ist „entweder als nicht zulässige Veranstaltung (mangels besonderem öffentlichen Interesse) oder aber als zurzeit ebenfalls nicht zulässige Theateraufführung anzusehen.“

NEARLY CLOSE ENOUGH TO KISS – das coronakompatible Erfolgsformat vom Sommer 2020 in Neuauflage! Mit einigen speziell für das Format entwickelten Performances vom Team des TNT & Gästen in der ehemaligen Videothek in der Elisabethstraße 12 in Marburg.

Nähe zu unserem Publikum wie wir sie kennen und lieben – das ist noch nicht möglich. Aber eben beinahe doch, nearly close enough to… Unter den gegebenen Umständen haben wir Formate entwickelt, in denen über Kopf- oder Telefonhörer, durch die Fensterscheibe, als Stream oder Eins zu Eins und in Ko-Präsenz in der ehemaligen Videothek in der Elisabethstr 12 Geschichten erzählt und Situationen geschaffen werden, die wir vermissen. Alles selbstverständlich so, dass Hygienemaßnahmen und Abstände eingehalten werden können.

WANN:

Mi 10.3.- Sa 13.3.
Mi 17.3. – Sa 20.3.
Mi 24.3.- Sa 27.3.

WO: ehemalige Videothek in der Elisabethstraße, Marburg

Wie funktioniert das?

Ab dem 1. März können Sie unter der folgenden Telefonnummer 0151 29109817 (Hier stand leider kurzzeitig eine falsche Nummer) jeweils einzelne 15 Minuten dauernde Shows reservieren. Der genaue Zeitplan wird in Kürze hier veröffentlicht. Beachten Sie, dass die meisten Shows in der ehemaligen Videothek live stattfinden, andere per Telefon stattfinden. Die Beschreibungen zu den einzelnen Performances finden Sie hier. Der Eintritt ist frei, Spenden werden sehr gerne entgegen genommen!

 

Das Programm:

Rolf Michenfelder: Am 9. Februar 2007 erhielt ich eine Ansichtskarte aus Mexico (Performance)

Kein Text. Kein Name. Nur meine Adresse. Sonst nichts. Warum? …. Und wer?
15 Minuten über verschiedene Aspekte von Abwesenheit. Abwesenheit als Verlust, als Appell an die Vorstellungskraft, als Kunst. Und über die eigene Anwesenheit. Und eine kleine Hommage an einen verschwundenen Künstler.

 

Kristin Gerwien: The cracks at your teeth (Konzert)

It’s all very empty in your shoes. I like the cracks at your teeth. But how would I declare that you’re a monster? Maybe Charly can understand. Oh honey. I want to see your sweet sweet face.

 

Carolina Mendonça: Sirens encounters
-Performance in English-

Sirens encounters are a series of meetings that share some of the practices of listening and sounding that are being investigated by the artist. In a cloudy format, something between a performative practice and a meeting of sirens, this hypnotic encounter will allow you to experiment the work through your own body and perception. The sirens song can be seen as a warning device and these practices investigate what kind of call could these dangerous creatures prolonged sounds produce today.

 

Rolf Michenfelder: Am 28. August 2004 fotografierte ich in Hannover ein Straßenschild (Performance)

15 Minuten über die Umbenennung einer kleinen Straße. Und über einen Boxkampf, der wegen undeutschem Boxen und ungenügender Leistung ohne Wertung beendet wird. Eine kleine Hommage an einen Mann, der nicht Deutscher Meister sein durfte.

 

Kristin Gerwien / Rolf Michenfelder: Die Nacht, in der ….(Performance)

Es war auch die Nacht, in der der Sommer vorbei war. Ganz unerwartet. Plötzlich war er vorbei. Die Sommerluft. Weg. Der Sommergeruch. Weg. Ganz plötzlich. Einfach vorbei. Stattdessen Regen. Ununterbrochen Regen. Regen, der nicht mehr aufhören wollte. Regen. Regen. Regen. ….Nass. Alles nass.

 

Charlotte Bösling und Asja grübeln: Ein Kameraspiel in einem Akt (Performance)

Dieser Live-Film beschäftigt sich mit der Frage, wie es in Pandemiezeiten über Kameras, Bildschirme und Boxen möglich ist, Momente zu schaffen.

 

Rolf Michenfelder: Es wird ein großartiger Abend werden (Performance)

Wie heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten: „Wir lassen uns weder totschlagen noch ersäufen. Und bevor man uns den Kopf abschneidet, schreien wir aus vollem Hals, solange wir können.“ Und wie sang Rio Reiser: „Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen.“ Genau!

 

Ida Daniel: All on the table (interaktive Performance)

Auf dem Tisch liegen Karten, Pilze, Kerzen, noch mehr Karten, mehr Pilze, einige Landkarten, etwas Reis und Sand und Steine und Erde und noch einige dieser Dinge. Und andere Dinge. Und wieder andere Dinge noch nicht. Ausgebreitet liegen all diese Dinge vor Ihnen. Was kann auf diesemTisch passieren, zu dem diese Dinge gehören, der all das „hat“?

 

Katrin Hylla: Disco service (Disco)

Es ist neblig im Raum. Der Laden ist voll mit Menschen, die sich hier reingequetscht haben, so voll und so laut, dass du kaum dein eigenes Wort verstehst. Es ist das Jahr 2019. Der Schweiß tropft von der Decke. Ein Cocktail wartet auf dich an der Bar. Und dann kommt der Song, auf den du gewartet hast und du stürmst auf die Tanzfläche.
Disco service nebelt für dich die Tanzfläche ein und schmeißt die Discokugel an.
Sende den Titel eines Songs, den du richtig laut hören willst an k.hylla@theaternebendemturm.de und wähle zwischen zwei drinks aus. Den Rest erledigt disco service für dich und du kannst das Tanzbein schwingen!

 

Nisse Kreysing / Rolf Michenfelder: Nur mal so als Beispiel (performance)

Du bist ja nicht allein. Da sitzen Menschen. Wissen Sie, wie man die nennt? … Publikum. Publikum nennt man die. Und du stehst da, siehst vielleicht scheiße aus. Alles was du machst, können die sehen. Alles. Ob du brillante Momente hast oder ob du flach aufs Gesicht fällst. Können die alles sehen. Mit nach Hause nehmen. Weiter erzählen.

 

Katrin Hylla: For the very first time (Telefonperformance)

Die erste Party, das erste Mal, alleine von zuhause weg. Die erste eigene Wohnung beziehen. Der erste Kuss. Das allererste Mal fliegen… Die oft unvergessene Einzigartigkeit, die Freuden, Freiheits – und Einsamkeitsgefühle allererster Erfahrungen möchte die Telefonperformance For the very first time mit einem Publikum teilen.

 

Aran Kleebaur: Against Clicking, Scrolling, Typing (Performance)

In Against Clicking, Scrolling, Typing beschäftigt sich Aran kleebaur mit der Materialität und der Körperlichkeit von Internet Plattformen und deren Nutzung, ausgehend von den in ihnen enthaltenen Widerständigkeiten.